Tags

, ,

WIG-Anlagen extrem kompakt, handlich und komfortabel

Wie kommt man zu einem guten Programm leistungsfähiger Schweißgeräte? Wie kann man sicherstellen, dass man dem Kunden eine besonders gute Qualität zu einem unschlagbar günstigen Preis anbieten kann? Diese Fragen beschäftigen mich und ich stelle meine Fragen einem Techniker im Hause Technolit® in Großenlüder, einem anerkannten und nach ISO 18800 zertifizierten Schweißfachbetrieb.

„Wann kommen denn nun Geräte neuester Spezifikationen in den Handel?“  frage ich zunächst. Der Technolit®-Techniker erläutert, dass die Zusammenarbeit mit den Fachorganisationen für die Zertifizierung und Weiterbildung und „das Ohr am Markt“ die entscheidenden Faktoren dafür sind, technisch immer ganz vorne mit dabei zu sein. Die Materialentwicklungen erfordern angepasste Fügetechniken (zu denen das Schweißen dazugehört). Damit ein Gerät auch wirklich geeignet ist, werden zunächst eine Anzahl notwendiger und wünschenswerter Eigenschaften in einer Liste zusammengefasst. Dann werden die technischen Komponenten besorgt oder angefertigt und zu einem leistungsfähigen Schweißgerät zusammengebaut. Das Gerät wird geprüft und dann in Serie produziert. Technolit®-Schweißgeräte sind Anlagen mit besonderen Spezifikationen und einem hohen Qualitätsniveau. Maximale Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung. Harte Prüfungen belasten neue Geräte „bis zum Abwinken“, um möglichst genaue Angaben über die Leistungsfähigkeit machen zu können.

Er zeigt mir ein paar Geräte und schnell stelle ich fest, dass viele davon trotz enormer Leistungsangaben leicht , kompakt und damit besonders handlich sind. Und Leistung muss sein, damit nicht nur die verschiedensten Werkstoffe, sondern auch mit verschiedenen Verfahren geschweißt werden kann. Mit einem Lächeln, das vermuten lässt, dass er meine Fragen wahrscheinlich schon öfter gehört hat, fängt der Technolit®-Fachmann an, mir etwas über so genannte Inverter zu erzählen.

Ein Laie wie ich weiß ja gerade noch, dass mit Hilfe eines Transformators geschweißt wird. Dass diese Dinger inzwischen auf einen Bruchteil der früher üblichen Größe geschrumpft sind, ist der Elektronik zu verdanken, dank derer ein moderner Schweiß-Inverter eine Menge Vorzüge aufweist. Speziell für das immer stärker in den Focus rückende WIG-Schweißen sollen die Geräte weitere  besondere Eigenschaften haben. Der Techniker erläutert, dass beispielsweise das Zündverhalten eine Rolle spielt oder die Abstimmung der Einstell-Möglichkeiten. Diese sind entscheidend dafür, dass ein Schweißtechniker mit dem Gerät „warm“ wird  (oh ja, das versuche ich mir gerade bildlich vorzustellen), also dass er gut damit zurecht kommt und seine Fähigkeiten optimal einsetzen kann.

„State Of The Art“ … also das, was heute technisch machbar ist, beinhaltet bei Schweiß-Invertern zum Beispiel hohe Leistung, lange Einschaltdauer, kleine Transformatoren mit aufwendiger elektronischer Steuerung, stufenlose Regulierbarkeit (dadurch kann das Gerät vom Brenner aus ferngesteuert werden) und die Fähigkeit zum gepulsten Schweißen (für das sichere Verbinden unterschiedlich starker Metall-Werkstücke, z.B. 1 mm an 4 mm).

Rein technisch betrachtet sind Inverter so kompakt, weil vor dem eigentlichen Trafo der Eingangsstrom mehrfach umgewandelt wird. Der wichtigste Eingriff erfolgt dadurch, dass die Frequenz des Eingangsstromes auf rund 100 kHz angehoben wird. So kann der Trafo bei gleicher Ausgangsleistung kleiner sein. Ein Gleichrichter hinter dem Trafo sorgt dann für die benötigte Ausgangsspannung. Etwas aufwendiger ist die Bauweise, wenn auch Wechselstrom (AC) benötigt wird; ein Wechselrichter mit zusätzlicher Elektronik und einem Kühlelement müssen dann zusätzlich im Gehäuse untergebracht werden. PFC-Module auf der Eingangsseite können die Leistung um fast 20% verbessern, indem der gesamte Strom in nutzbare Leistung umgesetzt werden kann  (sog. Blindleistung wird herausgefiltert).

Bei näherem Hinsehen gefallen mir die neuen Blue Star-Geräte am besten. Bei diesen Geräten ist das Design modern, die Steuerung übersichtlich und eine stufenlose Regelung eingebaut. Der „Oberhammer“ ist aber die Blue Star 210 AC/DC EVO. Mal abgesehen von dem wirklich vollständigen Lieferumfang, mit dem man sofort losschweißen kann, hat die Anlage auch innen drin alles, was man sich wünscht. Die Schweißparameter wie Gasvorströmzeit, Zündenergie, Startstrom, Stromanstiegszeit und mehr sind individuell einstellbar. Die Anlage merkt sich zudem die zuletzt eingestellten Werte. Die Pulsfunktion gilt für AC und DC. Die Lift-Arc-Zündung funktioniert auch im Wechselstrom-Modus. Auch diese Anlage hat ein PFC-Modul, das die Leistung verbessert und eine Frequenzautomatik ermöglicht. So kann auch bei kleinen Schweißströmen eine gute Lichtbogencharakteristik erzielt werden. Alles in allem eine hochwertige Lösung, kompakt und handlich. Und wer es nicht ganz so leistungsstark braucht (so wie ich), der findet unter www.technolit.de passende Alternativen!